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SG Hoechst Classique Deutscher Ü-40 Vizemeister
Großartiger Erfolg der SG Hoechst Classique beim 2. DFB Ü40 Cup 
Deutscher Ü-40 Vizemeister nach 3:5 Niederlage gegen den TSV Lesum-Burgdamm

SG Hoechst Classique: Volker Eid, Volker Thielecke, Eiko Thielecke, Markus Bilz, Jürgen Brauburger, Martin Stahr, Helmut Jakob, Bruno Helbing, Oliver Löwel, Andreas Grabitsch, Christian Peukert, Alex Schubert, Franko Frenda, Markus Weidner, Rachid AitBouHou, Ralf Matejtschek

Einen weiteren großen Erfolg nach dem Sieg bei der Ü-40 Hessenmeisterschaft und der Süddeutschen Ü-40 Meisterschaft  konnte die SG Hoechst Classique am vergangenen Wochenende verbuchen. Mit dem Deutschen Ü-40 Vizemeistertitel kehrten die Classiquer aus Berlin zurück. Ganz zufrieden war das Team um Trainerlegende Heinz Wulf und Teamkoordinator Helmut Wagner allerdings nicht, denn ihr großes Ziel war es die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Spielverderber in diesem Fall, das starke Team des TSV Lesum Burgdamm aus Bremen. Im Endspiel unterlagen die Classiquer mit 3:5 nach Elfmeterschießen nachdem es in der regulären Spielzeit 0:0 gestanden hatte.
Die Classiquer starteten gut in das Turnier, das im Stadion der Hertha BSC Amateure und auf einem golfplatzähnlichen Nebenplatz ausgespielt wurde. Gegner SG Marmagen-Nettersheim (Westdeutscher Ü-40 Vizemeister) wurde von Spielbeginn an in die Defensive gedrängt und kam kaum zu Entlastungsangriffen. Allerdings dauerte es bis Mitte der zweiten Halbzeit bis die Hoechster in Führung gingen. Ralf Matejtscheck hatte sich auf der linken Seite durchgetankt, bediente mustergültig Kapitän Andreas Grabitsch und dieser vollendete zur 1:0 Führung. Schon zwei Minuten später die Vorentscheidung. Diesmal spielte sich Rachid AitBouhou auf der linken Seite durch, passte in die Mitte zu Sturmführer Grabitsch und dieser ließ sich diese Chance zum 2:0 nicht entgehen. Da der TSV Lesum-Burgdamm sein Gruppenspiel mit 1:0 gegen den SV Leiselheim gewann, belegten die Hoechster Rang 1. Der nächste Gegner waren die Rheinhessen aus Leiselheim. Betont defensiv agierten die Leiselsheimer in diesem Spiel und so hatte es die Classique sehr schwer zu Torchancen zu kommen. Nach einem schwächeren Spiel der Classique blieb es beim 0:0. Da Lesum und Marmagen-Nettersheim ebenalls unentschieden 1:1 gespielt hatten, musste das Duell der Classique mit den Lesumern am nächsten Tag über den Gruppensieg entscheiden.
Wesentlich konzentrierter als gegen Leiselheim gingen die SG Oldies gegen den TSV Lesum zu Werke. Klare Feldvorteile wurden herausgespielt und auch einige gute Torchancen konnten herausgearbeitet werden. Christian Peukert scheiterte mit einem platziert geschossenen Freistoß am gut reagierenden Torhüter und Markus Weidner stand die Torlatte im Weg. Nach einem intensiv geführten Match trennten sich die beiden Kontrahenten mit 0:0. Damit zog die SG Hoechst Classique als Gruppensieger und der TSV Lesum-Burgdamm als Gruppenzweiter in das Halbfinale ein. Dort wartete der Westdeutsche Meister Sportfreunde Hamborn auf die Classiquer.
Es wurde eines der besseren Spiele der Classique an diesem Wochenende. Zuerst wurden die Hoechster aber überrascht, als der gute Classique-Torhüter Volker „Toni" Eid sein ganzes Können, bei einem Distanzschuß der Hamborner, aufbieten musste um den Rückstand zu vermeiden. Nach diesem Weckruf waren die Hoechster aber hellwach und zogen ein gepflegtes Kombinationsspiel auf, dem die Hamborner nur wenig entgegenzusetzen hatten. In der 12. Minute dann die längst überfällige Führung der Classique. Bruno Helbing setzte mit einem Traumpass Markus Weidner in Szenen und dieser erzielte vom Strafraumeck die 1:0 Führung. Weitere gute Chancen von Markus Weidner und Andreas Grabitsch wurden in Hälfte zwei ausgelassen, sodaß es beim 1:0 Sieg blieb. Eine große Überraschung dann im zweiten Halbinale. Die hoch eingeschätzten Oldies aus Böbingen-Mögglingen unterlagen dem TSV Lesum-Burgdamm mit 0:1. Somit kam es im Finale zur Neuauflage des Gruppenspiels zwischen der Classique und den Lesumern.
In einem auf technisch sehr hohem Niveau stehen Endspiel siegten die Lesumer im Elmeterschießen mit 5:3, nachdem in der regulären Spielzeit kein Tor gefallen war. Die Lesumer begannen das Endspiel sehr engagiert und die Hoechster wurden in die Defensive gedrängt. Die optische Überlegenheit brachte den TSV Oldies aber nichts ein. Mit zunehmender Spieldauer entwickelten auch die Hoechster wieder ihr technisch gutes Kombinationsspiel. In der 10. Minute dann die erste Großchance für die Classique. Ein Freistoß vom Hoechster Christian Peukert, aus 35 Metern geschossen, wurde reaktionsschnell vom Lesumer Keeper aus dem Winkel gefischt. Mit 0:0 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild wie in Hälfte eins. Beide Abwehrreihen standen bombensicher und wenn einmal ein Schuß auf das Tor kam wurde der von den guten Torleuten auf beiden Seiten gehalten. 0:0 endete die Partie und das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Hier zeigten sich die Lesumer als wahre Meister ihres Faches. Alle fünf Schützen verwandelten sicher, obwohl mit Volker „Toni" Eid der wohl beste Torsteher dieses Turniers, ihnen gegenüberstand. Zwar war der Hoechster Zerberus bei drei Elfmetern fast dran, aber parieren konnte er die scharf und platziert geschossenen Strafstöße nicht.  Als der Lesumer Keeper auch noch den Elfmeter von Christian Peukert parierte war der Weg zum Triumpf der Lesumer geebnet. Bei den Classiquern war nach der Partie die Enttäuschung natürlich groß. Wieder hatte es nicht ganz gereicht, zwar hatten die Hoechster, wie schon im letzten Jahr, wieder kein Gegentor in der regulären Spielzeit hinnehmen müssen, aber in der Offensive waren sie nicht durchschlagkräftig genug um sich den Titel zu sichern.
Trotz aller Enttäuschung bot die Classique wieder sehenswerten Fussball und vertrat den Hessischen- sowie den Süddeutschen Fussballverband vorbildlich in Berlin. Mit Helmut Jakob, Bruno Helbing, Jürgen Brauburger, Eiko Thielecke, Martin Stahr, Ralf Matejtscheck und Markus Bilz hatten die Classiquer Spieler in ihren Reihen, die zu den besten des Turniers zählten.
Pech allerdings für die Classiques, dass sich am ersten Turniertag schon Franko Frenda und Oliver Löwel so schwer verletzten, dass sie am Sonntag nicht mehr eingesetzt werden konnten. Die medizinische Abteilung um Micky Udovc und „Doc" Thomas Debus musste an den beiden Tagen Schwerstarbeit verrichten um das Team spielfähig zu halten. Auf der Rückfahrt nach Frankfurt wurden die Minen der Akteure aber schon wieder etwas heller und es wurde einstimmig beschlossen im nächsten Jahr einen weiteren Angrifff auf die Meisterschale zu starten.