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6. Traditionsmannschaftsturnier des FC Augsburg

SG Hoechst Classique siegt in Augsburg vor  SSV Ulm 46 und Bayern München

SG Hoechst Classique: T.Winkler, V.Eid; M.Licht, R.Hahn, H.Krämer, A.Conrad, M.Stahr, B.Helbing, J.Bötterling, R.Dörr, A.Grabitsch, N.Esposito, A.Rompel, F.Ochs, T.Winkler, V.Eid, D.schäfer, J.Brauburger, M.Hochheimer, R.Ait Bouhou

Im Glutofen zu Augsburg feierte die Classique einen der größten Erfolge seit ihrem Bestehen 1987. Beim 6. Traditionsmannschaftsturnier des FC Augsburg im alterwürdigen Rosenaustadion siegten die Hoechster gegen so renommierte Teams wie Bayern München, die von Roland Grahammer angeführt wurden, SSV Ulm, die mit Dragan Trekulja einen ehemaligen Bundesliga Topscorer in ihren Reihen hatten und die Allgäuer Alpenkicker, die in Kapitän Uwe Wegmann ihren bekanntesten Akteur in ihren Reihen hatten. 

In der Vergangenheit wurde dieses Turnier vom Ausrichter FC Augsburg dominiert. Alle fünf Turniersiege holten sich die Fuggerstädter. Auch beim diesjährigen Cup zählte der FCA neben den Bayern und dem SSV Ulm wieder zu den Topfavoriten. Bereits die Vorankündigung in der Augsburger Presse ließ keinen Zweifel daran, daß die Heimelf wieder am höchsten eingeschätzt wurde.

Das Eröffnungsmatch bestritten die für die zahlreichen bayrischen Fans unbekannten Nobodies aus Hoechst gegen den FC Bayern München. Die Frage nach den Sieger stellte sich bei den anwesenden Mannschaften und Zuschauern nicht, der hieß eindeutig  FC Bayern. Die Münchner angetrieben von Roland Grahammer und Sepp Weiß  starteten auch gewohnt selbstbewußt, doch schon nach wenigen Minuten stellte sich den Zuschauern ein völlig ungewohntes Bild. Die Bayern wurden in ihre Hälfte gedrängt. Bruno Helbing, Ralf Hahn, der überragend Regie im Mittelfeld führte, Atze Rompel, Andy Grabitsch und Alex Conrad initiierten immer wieder gefärliche Angriffe, die aber vom guten Bayernkeeper vereitelt wurden. Mitte der zweiten Halbzeit führten die Bemühungen der SGler dann zum ersten Erfolg. Martin Stahr flankte von rechts, Alex Conrad setzte einen Kopfballtorpedo auf das Bayern Tor, der Torhüter parierte den platzierten Kopfball zwar sensationell, aber Ralf Hahn war zur Stelle und vollendete zur 1:0 Führung. Die Bayern mußten nun die Abwehr öffnen, dadurch kamen die Classiquer zu guten Konterchancen. Einer dieser Konter führte nach schönen Zuspiel von Andreas Grabitsch zum 2:0 Endstand durch Alex Conrad. Die Bayern waren besiegt und plötzlich war die Classique im weiten Rund des Rosenaustadions in aller Munde. Selbst das bayrische Fernsehen wurde auf das Team jetzt aufmerksam. Der FC Augsburg verlor durch eine überhebliche Spielweise gegen den Teilnehmer aus dem Altmühltal DJK Dollnstein überraschend mit 1:2. Die großen Favoriten der Gruppe 1 waren gestrauchelt.

Im zweiten Gruppenspiel traten die Classiques gegen Dollnstein an. Die Kombinationsmaschinerie der Hoechster lief von der ersten Minute und schon in der 4.Minute erzielte Andreas Grabitsch das 1:0. Noch vor der Pause erhöhte Nuntio Esposito auf 2:0. Mit diesem Ergebnis hatten sich die SG Oldies für das Halbfinale qualifiziert. Der FCA schlug die etwas geschockten Bayern mit 1:0 und schob sich auf Platz 2 der Tabelle. Das letzte Gruppenspiel gegen den FC Augsburg wurde zu einem Kampfspiel. Die Bayern hatten DJK Dollnstein 4:1 besiegt und hatten nun ebenfalls 3 Punkte wie auch Dollnstein und Augsburg. Dem FCA hätte ein Unentschieden gegen die Classique gereicht und so agierten die Fuggerstädter auch. Defensiv versuchten sie das 0:0 über die Zeit zu retten. In der 10. Minute gingen die Augsburger durch einen unhaltbaren Freistoß sogar 1:0 in Führung. Doch die ohne A.Grabitsch, A.Conrad, R.Hahn, J.Brauburger, B.Helbing und H.Krämer , angetretene Classique, glich noch vor dem Seitenwechsel durch einen Flugkopfball von Michael Hochheimer aus. In der zweiten Halbzeit häuften sich die Hoechster Chancen und kurz vor Spielende war es Frank Ochs, der daß von den Bayernspielern umjubelte 2:1 erzielte. Durch dieses Ergebnis zogen die Bayern mit der SG ins Halbfinale ein.

In der Gruppe 2 dominierte der SSV Ulm 46 das Geschehen. Zweiter wurde überraschend der schwäbische AH Meister von 2002 TSV Göggingen vor den Allgäuer Alpenkickern.

Göggingen war der Halbfinalgegner der Classique. Die SG begang das Spiel gewohnt offensiv und in der 5. Minute gingen sie durch ein Eigentor eines Gögginger Verteidigers in Führung. Nuntio Esposito erzielte auf Traumpass von Martin Stahr das spielentscheidende 2:0.

Die Classiquer hatten das Finale erreicht in dem der SSV Ulm 46 als Gegner wartete. Die Ulmer hatten die Bayern 1:0 besiegt.

Im Endspiel erwiesen sich die Ulmer als der erwartet schwere Brocken. Eine robuste Mannschaft die sehr kompakt in der Abwehr stand und durch die Ex-Bundesligaspieler Trekulja und Unsöld auch starke Offensivkräfte hatten. Die Classique zeigte aber gerade in der ersten Halbzeit eine sehr konzentrierte Leistung und ging durch einen Bombenschuß von Alex Conrad auf Flanke von Ralf Hahn mit 1:0 in Führung. Andreas Grabisch hatte die Chance noch vor der Pause auf 2:0 zu erhöhen, doch scheiterte er am gut reagierenden Ulmer Keeper. Mitte der zweiten Hälfe befreiten sich die Ulmer und kamen auch zum 1:1 Ausgleich. Die Hoechster verschärften noch einmal das Tempo und sie erzielten auch noch durch Ralf Hahn ein sehenswertes Kopfballtor, der aber vom gut leitenden Schiedsrichter wegen angeblicher Behinderung eines Verteidigers nicht gegeben wurde. 1:1 lautete das Ergebnis und das Elfmeterschießen mußte über den Sieger entscheiden. In der Reihenfolge Jan Bötterling, Rainer Dörr, Andreas Grabitsch, Alex Conrad und Martin Stahr traten die SGler zur Execution an. Jan Bötterling mit dem ersten Elfmeter machte es dabei gleich spannend als der Ball erst beim zweiten Kontakt mit der Innenseite der Latte die Linie überquerte. Die Ulmer verschoßen den ersten Elfer. Die restlichen Hoechster mußten nun nur noch treffen und der Turniersieg war perfekt. Die Hoechster legten jeweils vor und trafen, der letzte Elfmeter mußte die Entscheidung bringen. Martin Stahr, der als Manndecker gemeinsam mit Dirk Schäfer zu den besten Verteidigern des Turniers zählte, verwandelte eiskalt zum 5:3 was der SG den Turniersieg und viel Lob vom Gegner und der Turnierleitung, ob der gezeigten Leistung einbrachte. Die Mannschaftsbetreuung um das PTZ Physiotherapeuten Team Micky Udovcs und Rainer Jürgens sowie den Betreuern Günter Weichel und Bernd Witzenrath hatten ebenfalls einen großen Anteil an diesem grandiosen Erfolg. Spätestens nach dem Endspiel kannte man die Classique und ihre Spielstärke und selbst Uli Biesinger Augsburger Urgestein und Mitglied der Weltmeistermannschaft von 1954 lobte die Spielstärke der Classique in den höchsten Tönen.