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SG Hoechst Classique scheidet im Halbfinale gegen die SG Darmstadt unglücklich aus
AH Ü-50 Verbandsmeisterschaft Hessen 10. Juni 2017
Die diesjährigen Ü-50 Hessenmeisterschaften fanden beim FC Ober-Ramstadt statt. Das Team um Adi Haumann hatte alles bestens organisiert. Die Plätze waren in hervorragenden Zustand und auch die Verköstigung der Spieler, Offiziellen und Zuschauer ließ nichts zu wünschen übrig. 17 Mannschaften spielten in vier Gruppen um den Einzug in die Endrunde. Am Ende hatte wie schon im vorigen Jahr das Team SG Darmstadt um Ex-Profi Uwe Kuhl die Nase vorne. Die Darmstädter besiegten im Endspiel die SoMa Dreieich nach einem 0:0 in der regulären Spielzeit mit 4:3 im Elfmeterschießen. Damit vertreten die Darmstädter den Hessischen Fussball Verband im August bei den Süddeutschen Meisterschaften in Mingolsheim. Die SG Hoechst Classique kam auf den dritten Platz, hatte aber großes Pech, weil im Halbfinalspiel die schwache und total überforderte Schiedsrichterin die Oldies vom Main im Spiel gegen Gastgeber SG Darmstadt klar benachteiligte.
Die Kicker aus dem Stadtpark waren mit Toni Eid; Tade Condic, Matthias Walter, Hans Fischbach, Ivan Condic, Holger Pohlenz, Alex Schubert, Helmut Jakob, Bruno Helbing, Martin Stahr, Jürgen Laub, Sven Müller, Christian Mohri und Kapitän Andreas Grabist nach Ober-Ramstadt gereist. Hervorragend gecoacht vom Ü-40 Spieler Christian Balzer starteten die Hoechst gegen die SG Nauheim/Hassloch in die Meisterschaft. Die Spielzeit betrug 1 x 20 Minuten in der Vorrunde und 1 x 15 Minuten in der Endrunde. Von Begin an zeigten die Oldies vom Main sehr guten Kombinationsfussball. Der Ball lief gut durch die Reihen und nur der gute Torhüter der SG Nauheim/Hassloch konnte in der Anfangsphase Treffer der Hoechster vehindern. In der 8. Minute dann das 1:0 für die Classiquer durch den sehr agilen Helmut Jakob. Schon drei Minuten später sorgte der brandgefährliche Sven Müller, der mit vier Turniertreffern zu den erfolgreichsten Torschützen bei dieser Meisterschaft zählte, für die Entscheidung. Der Auftakt war gelungen nun ging es gegen die ASG Birstein. Auch hier dominierten die Mannen aus dem Stadtpark klar das Geschehen. Sven Müller und Alex Schubert trafen zum 2:0 Sieg. Mit diesem Sieg waren die Hoechster schon für das Viertelfinale qualifiziert. So hatte das letzte Spiel gegen den FC Alemannia Gedern nur noch statistischen Wert. Aber auch in diesem Spiel waren die Classiquer wieder engagiert und konzentriert und nach Toren von Müller, Andreas Grabitsch und Christian Mohri siegten sie auch in diesem Spiel mit 3:0. Besonders die starke Abwehr um die überragenden Tade Condic und Matthias Walter sowie die Mittelfeldmotoren Bruno Helbuing, Martin Stahr, Helmut Jakob und Holger Pohlenz waren ein Garant dafür, das Keeper Toni Eid in der Vorrunde arbeitslos blieb. Im Viertelfinale trafen die SGler auf den TSV Großen-Linden. Die Mannen aus Giessen verbarrikadierten mit sechs Feldspieler ihr Tor und hatten einen ausgezeichneten Torhüter, der es den Classiquern zudem richtig schwer machte. In der 12. Minute zog Holger Pohlenz aus halblinker Position ab und sein platzierter Schuß schlug im Kasten der Großen-Lindener ein. Der Sieg und der Einzug ins Halbfinale waren erreicht. Im Halbfinale sollte dann die schwache und überforderte Schiedsrichterin eine Hauptrolle zuungunsten der SG Hoechst Classique spielen. Die Hoechster Old Boys trafen schon zweimal bei Meisterschaften auf die Darmstädter. In der Vorrunde in Mörfelden/Walldorf gab es ein 1:1 und im Halbfinale unterlagen die Classiquer im Neunmeterschießen nach einem 0:0 mit 3:5. Diesmal sah es gut für die Frankfurter Vorstädter aus. Aus einer sicheren Abwehr heraus kontrollierten sie die Darmstädter. Als Sven Müller nach sechs Minuten und schöner Einzelleistung die Classique mit 1:0 in Führung schoß war das Tor zum Finale weit offen.
Dann passierte folgendes. Es waren noch sieben Minuten zu spielen, da wurden nacheinander im Mittelfeld die beiden Classique Spieler Martin Stahr und Bruno Helbing abgegrätscht. Laut § 8 der  Turnierbestimmungen, der folgendermaßen lautet - „
Zum Schutz der teilnehmenden Spieler wird ein generelles Grätschverbot für Zweikämpfe am Mann erhoben. Auch der Versuch ist strafbar. Ausführung und Versuch werden mit einem direkten Freistpoß bestraft." - blieb der Pfiff der Schiedsrichterin allerdings aus, weil sie anscheinend diese Regelung nicht kannte, das Spiel lief weiter und die Darmstädter erzielten den 1:1 Ausgleichstreffer. Bitter für die Hoechster deren Proteste kein Gehör fanden. In den letzten Minuten versuchten die Classiquer noch einmal alles um doch noch zum Erfolg zu kommen, Helmut Jakob scheiterte noch einmal am SG Darmstadt Keeper Axel Rückert, dann wurde die Partie abgepfiffen. Wieder mußte das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen und da scheiterten die Hoechster wie so oft in der Vergangenheit. Der Darmstädter Torhüter parierte die Neunmeter von Martin Stahr, Holger Ppohlenz und Christian Mohri und da Toni Eid nur einmal erfolgreich hielt, waren die Kicker aus Hoechst überaus unglücklich aus dem Turnier ausgeschieden. Im Neunmeterschießen um Platz 3 gewannen die Classiquer dann mit 4:3 gegen die SG Ueberau/Groß-Bieberau. Die Hoechster zeigten eine tolle Leistung über das gesamte Turnier und hätte die Schiedsrichterin nicht entscheidenden Einfluß genommen, wäre die Meisterschaft durchaus machbar gewesen, aber so müssen die Classique-Old Boys nun wieder ein Jahr bis zur nächsten Hessenmeisterschaft warten. Am Rande sei noch erwähnt, dass die Schiedsrichterin, die das Halbfinale gegen die SG Darmstadt pfiff, anschließend mit dem neuen Hessenmeister am Tisch stand und mitfeierte. Da stellt sich natürlich schon die Frage, wie so ein Referee unparteiisch sein soll. Insgesamt gesehen war es wieder eine sehr gelungene Veranstaltung des Hessischen Fussball Verbandes um Teamchefin Stephanie Nöthen, in der wieder sehr guter Fussball von allen Teams geboten wurde.