|
Deutscher Ü50 Fußballmeister kommt aus Frankfurt
|
|
SG Hoechst Classique Ü50 gewinnt DFB-Ü50-Cup in Berlin SG Hoechst Classique Ü50: Toni Eid, Holger Voigt; Matthias Walter, Sener Akkus, Silvio Petracca, Tade Condic, Alex Schur, Jörn Radu, José Ferreiro, Christian Balzer, Sven Müller, Branko Malesevic, Jean Kabuya, Peter Seitel; Mannschaftsarzt: Dr. Harald Hake, Physiotherapeut: Henning Scherer, Betreuer: Wolfgang Cichy, Bruno Helbing, Marcel Hartmann. Die Classique Old Boys machten sich am Freitag, den 22. August mit der DB auf den Weg nach Berlin. Wie Alex Schur schon im Vorfeld zur Deutschen Ü50 Meisterschaft verlauten ließ, fahren sie nicht in die Landeshauptstadt, um dort schöne Tage zu verbringen, klares Ziel war der Gewinn des DFB-Ü50-Cups 2025. Und die Kicker aus dem Stadtpark erreichten ihr Ziel. Nach spannenden Spielen beim DFB-Ü50-Cup im Olympiapark standen die Hoechster punktgleich mit dem Norddeutschen Meister SV Eintracht Nordhorn, aber mit den mehr geschossenen Toren auf Platz eins. Ein Riesenerfolg der Mannschaft, die damit den FC Bayern München als Deutscher Ü50 Fußballmeister ablöste. Zum Start mussten die Classiquer gegen den westdeutschen Meister SC Preußen Lengerich, der zu den Favoriten auf den Titel zählte, antreten. Die Lengericher, mit dem Ex-Eintracht Profi Thomas Reichenberger in ihren Reihen, waren schlecht gestartet, nach einer 2:1 Führung gegen die SG Mittelmosel-Leiwen (Südwestdeutschland) gaben sie das Spiel in den letzten fünf Minuten noch aus der Hand und verloren 2:3. Gegen die Jungs vom Main musste nun ein Sieg her, um noch eine Chance im Kampf um den Titel zu haben. Die Mannen aus dem Tecklenburger Land gingen auch sehr motiviert und engagiert diese Aufgabe an, aber sie trafen auf ein Hoechster Team, das auf den Punkt hellwach und bestens durch Spielertrainer Peter Seitel vorbereitet war. Die Classiquer standen hervorragend in der Abwehr und auch in der Offensive setzten sie von Anfang an Zeichen. Nach ausgeglichener erster Halbzeit gingen die Classique Old Boys kurz vor dem Halbzeitpfiff durch den starken Branko Malesevic 1:0 in Führung. Großen Anteil daran, dass es zur Halbzeit 1:0 für die Mainstädter stand, hatte Keeper Toni Eid, der einen Handelfmeter der Lengericher hielt. Nach der Pause blieb die Partie ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die SG. Kurz vor dem Abpfiff sorgte der hervorragend disponierte Christian Balzer mit seinem Treffer für das 2:0. Die Preußen aus Lengerich kamen noch zum Anschlusstreffer in der letzten Minute, der aber nicht mehr spielentscheidend war. Nach diesem gelungenen Auftakt trafen die SGler auf die SG SC Bernburg. Der nordostdeutsche Meister hatte wie Lengerich sein erstes Spiel mit 1:3 gegen den SV Eintracht Nordhorn verloren. In einer gutklassigen Begegnung trennten sich die Kontrahenten 3:3. Wobei die Classiquer mit sich haderten, hatten sie doch einen 1:2 Rückstand in eine 3:2 Führung umgewandelt und in der letzten Spielminute noch den Ausgleich hinnehmen müssen. Die Treffer der Classiquer in diesem Spiel gingen auf das Konto von Alex Schur, Branko Malesevic und Sven Müller. Als Tabellendritter, punktgleich mit dem SV Eintracht Nordhorn und der SG Mittelmosel-Leiwen, die sich im direkten Duell 0:0 trennten, gingen die Classiquer in den zweiten Turniertag. Um 10:00 Uhr morgens wartete der Tabellenführer SV Eintracht Nordhorn auf die Stadtparkkicker. Noch nicht ganz wach, mussten die Classiquer einem 0:1 Rückstand aus der 6. Minute erst einmal hinterherlaufen. Christian Balzer gelang dann der Ausgleich, aber so recht kam das Kombinationsspiel der SG nicht in Gang. So trennte man sich 1:1 und muste auf die letzte Runde hoffen. Mit der SG Mittelmosel-Leiwen trafen sie auf einen Gegner, der einige Ex-Profis aus dem Raum Trier, darunter Torhüter Karl-Heinz Kieren, der bei der Eintracht aus Trier und Alemannia Aachen aktiv war und Torjäger Bernd Thomas, der mit drei Toren Preußen Lengerich fast im Alleingang besiegt hatte, in seinen Reihen hatte. Die Classiquer mussten dieses Spiel gewinnen und auch noch darauf achten, genügend Tore zu schießen, um Nordhorn zu überholen. Auch dieses Kunststück gelang der verschworenen Einheit. Bei ihrem besten Auftritt in dieser Endrunde bestimmten sie über die gesamte Zeit das Spiel. Angetrieben von Peter Seitel, Kapitän José Ferreiro und Christian Balzer inszenierten die Hoechster sehr gute Angriffe. Die Kicker von der Mosel waren auch in den Zweikämpfen meistens nur zweiter Sieger. Die Abwehr um Tade Condic, Alex Schur, Matthias Walter, Jörn Radu, Senner Akkus, Jean Kabuya und Silvio Petracca stand hervorragend, und der Mittelmosel Torjäger Bernd Thomas war vollständig abgemeldet. Im Sturm sorgten Sven Müller und Branko Malesevic immer wieder für torgefährliche Situationen. Mit einem Doppelschlag in der 20. und 21. Minute sorgte Christian Balzer für eine beruhigende 2:0 Halbzeitführung. Als Branko Malesevic in der 35. Minute auf 3:0 erhöhte wuchsen die Chancen der Hoechster auf den Titelgewinn. Mit 9:5 Toren und 8 Punkten übernahmen die SG-Old Boys die Tabellenführung. Im darauffolgenden Spiel zwischen der Eintracht aus Nordhorn und dem abgeschlagenen Tabellenletzten SC Preußen Lengerich musste nun die Entscheidung über den Turniersieger fallen. Die Classiquer waren nun Zuschauer, die keinen Einfluss mehr auf den Endrundenausgang hatten. In diesem letzten Spiel zeigte der westdeutsche Meister noch einmal Charakter. Die Lengericher Mannschaft wehrte sich sehr engagiert und wurde auch mit dem 1:0 durch Jens Grawenhoff dafür belohnt. Aber die Kicker aus der Kreisstadt des Landkreises Grafschaft Bentheim schlugen gleich zurück. Mit 1:1 ging es in die Halbzeit. Nach Wiederbeginn setzten die Nordhorner ihren Gegner heftig unter Druck, und mit zwei Treffern in der 27. und 37. Minute schraubten sie das Ergebnis auf 3:1. Mit einem Treffer mehr hätte der norddeutsche Meister die Schale gewonnen, aber dazu kam es nicht mehr, weil der Lengericher Torhüter Oliver Köther diesen mit einigen guten Paraden verhinderte. Danach war der Jubel bei den Hoechstern riesengroß, hatten sie doch ihr gestecktes Ziel durch viel Kampfgeist, spielerische Qualität und einer tollen Moral erreicht. Nach 2017, als die Ü-40 Deutscher Meister wurde, konnten nun auch die 50er die Schale nach Frankfurt holen. Damit können sich die Classique Old Boys jetzt zurecht ein Jahr lang Deutscher Ü50 Fußballmeister nennen.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
