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SG Hoechst Classique Deutscher Ü-50 Altherren Meister

Torhüter Wolfgang Schlesier Vater des Sieges

Classique gewinnt das Ü-50 Rheingrafenschildturnier 2007

SG Hoechst Classique: W.Schlesier, A.Hand; M.Gottwald, R.Dörr, H.Wagner, J.Jamin; K.Scharting, D.Gutsche, G.Fromm, J.Peters, W.Reimer, C.Peukert, E.Stolz, J.Grein, R.Doppel 

Einen sensationellen Erfolg errangen die Ü-50 Oldies der SG Hoechst Classique beim 60. Rheingrafenschildturnier in Bad Münster am Stein. Heinz Wulf hatte das Team hervorragend auf dieses Turnier eingestellt, und im wohl bestbesetztesten Ü-50 Altherren Wettbewerb in Deutschland besiegten die Hoechster im Endspiel den Vorjahressieger SG 09 Wattenscheid mit 5:3 (1:1) nach Elfmeterschießen. Zum Held des Endspiels avancierte Classique Torhüter Wolfgang Schlesier, der im Endspiel zwei Elfmeter parierte und somit den Erfolg der Classique sicherte. Das als inoffizielle deutsche Altherrenmeisterschaft
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Die Abordnung der SG Hoechst Classique bei der Siegerehrung des Rheingrafenschildturniers, von rechts n. links Rudi Doppel, Heinz Wulf, Helmut Wagner (alle SG Hoechst Classique), Manfred Retzlaff Vorsitzender VfL Bad Münster, Fritz Rudolf Körper (Mitglied des Deutschen Bundestages und Organisationschef Erwin Dejung.
geführte Turnier, das bereits seit 1948 ausgespielt wird, war wieder hervorragend organisiert und hatte im Ü-50 Teilnehmerfeld mit dem Wuppertaler SV, FC Augsburg, Röchling Völklingen, Victoria Hamburg, ASV Wuppertal, SG Wattenscheid und dem SC Verl wieder etliche deutsche Spitzenteams am Start. Die Classique traf in ihrer Gruppe auf zwei Mitfavoriten auf den Titelgewinn, den FC Augsburg, Sieger des Jahres 2005 und auf den SC Verl.Der SV Ibbenbüren komplettierte die Gruppe. Wie so häufig, hatte die SG beim Auftaktspiel gegen den SC Verl noch leichte Anlaufschwierigkeiten. Die starken Verler setzten die Hoechster gleich mächtig unter Druck, aber die gut gestaffelte Abwehr um Rainer Dörr, Michael Gottwald, Helmut Wagner und Jockel Jamin ließ keine Torchancen zu - und wenn ein Schuß einmal auf das Tor kam, zeigte sich Arno Hand, der im ersten Spiel das Tor hütete, dann in den folgenden Spielen als Feldspieler eine sehr gute Leistung bot, auf dem Posten. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Hoechster besser ins Spiel, und hätte Klaus Scharting Mitte der zweiten Hälfte aus sechzehn Meter die größte Chance des Spiels genutzt, wären die Classiquer wohl als Sieger vom Platz gegangen. So blieb es am Ende beim gerechten 0:0. Der FC Augsburg hatte den SV Ibbenbüren mit 3:0 besiegt. Im zweiten Gruppenspiel trafen die Hoechster auf den SV Ibbenbüren. Von Anfang an bestimmten die Classiquer das Geschehen. Immer wieder von Günter Fromm, Jürgen Peters und Joachim Grein nach vorne getrieben, erarbeiteten sie sich mehrere gute Torchancen. Christian Peukert, der Sturmführer der Classique, bot eine Klassepartie und erzielte drei Tore. Er war für das 1:0, 2:0 und 4:0 verantwortlich. Das 3:0 war ein absolutes Turnierhighlight – ein Tor des Monats – erzielt vom sehr gut spielenden Ernst Stolz. Stolz nahm einen langen Pass von Günter Fromm direkt ab und feuerte ihn als Seitfallzieher ins Ibbenbürer Tor. Augsburg und der SC Verl trennten sich in der anderen Begegnung 0:0. So bekam das letzte Gruppenspiel der Classique gegen den FC Augsburg Finalcharakter.Beide Mannschaften gingen sehr vorsichtig ins Spiel. Die Augsburger fanden schneller zu ihrem Spiel und erspielten sich Feldvorteile. Glück für die Classique in der zehnten Minute als Rainer Dörr auf der Torlinie für seinen bereits geschlagenen Keeper Wolfgang Schlesier rettete. Je länger das Spiel dauerte, umso besser lief auch das Spiel der Classique. Wieder war es Christian Peukert der für die Entscheidung sorgte. Er schickte Jürgen Peters mit einem Traumpass auf den Weg, und dieser schoß überlegt zum 1:0 ein. Das 2:0 besorgte Christian Peukert selbst: Mit einem Kunstschuß überwand er den guten Augsburger Torsteher zum 2:0 Endstand. Eine ausgezeichnete Partie boten auch wieder die Mittelfeldakteure Günter Fromm und Dieter Gutsche, der den Augsburger Spielmacher nahezu vollständig ausschaltete.
Damit hatten die Hoechster ihr Minimalziel, das Erreichen des Halbfinales, realisiert. Im Halbfinale waren die Franken vom DJK Viktoria VfB Coburg der Gegner der Classique. In einem von der Taktik geprägtem Spiel waren die Coburger darauf aus, mit einer betont defensive Spielweise ein Unentschieden und ein daran anschließendes Elfmeterschießen zu erreichen. Da die Classiquer in diesem Spiel unter ihren Möglichkeiten blieben gelang ihnen kein Treffer, obwohl Christian Peukert kurz vor Spielende eine hochkarätige Torchance vergab. Mit 0:0 hatten die Coburger ihr Vorhaben umgesetzt, und es kam zum Elfmeterschießen, das den Finalisten ermitteln sollte. Dabei zeichnete sich der sonst fast beschäftigungslose Wolfgang Schlesier im Classique Tor aus. Zwei Elfmeter parierte er und trug dabei entscheidend zum Einzug ins Finale bei. Der Finalgegner der Classique wurde die SG 09 Wattenscheid. Der Sieger des Vorjahres hatte im ersten Halbfinale den SV Gau-Algesheim mit 4:0 deklassiert.
Im Endspiel boten die Classiquer, nach dem etwas schwächeren Halbfinale wieder eine ausgezeichnete Leistung. Christian Peukert prognostizierte bereits vor dem Spiel, dass er die Wattenscheider Ex-Profis abschießen würde, und so kam es dann fast auch. Denn der Sturmführer erzielte nach fünf Minuten - nach schönem Pass von Ernst Stolz - das 1:0. Das Sehenswerte an diesem Treffer war, dass er mit der Pike getreten, direkt im Torwinkel einschlug. Die Hoechster kombinierten nun sehr gut und kamen durch Ernst Stolz zu einer weiteren guten Chance, die aber nicht genutzt wurde. Leider verletzte sich Stolz bei dieser Aktion und musste das Feld verlassen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann große Aufregung im Hoechster Strafraum. Ein Wattenscheider Spieler hatte sich theatralisch fallen lassen und der Schiedsrichter deutete zum Entsetzen der Hoechster Spieler auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließen sich die Wattenscheider nicht entgehen und glichen zum 1:1 Halbzeitstand aus. In der zweiten Hälfte dominierten die Classiquer weiter das Geschehen. Die Konter der 09er waren aber immer gefährlich, so dass die Abwehr Schwerstarbeit leisten musste. Beide Seiten hatten noch jeweils eine gute Tormöglichkeit, die aber nicht genutzt werden konnte. So kam es auch in diesem Spiel zum Elfmeterschießen.
Die Wattenscheider begannen das Elfmeterduell. Schon beim ersten Schuß zeigte Wolfgang Schlesier seine Klasse, als er den platziert geschossenen Elfmeter hervorragend parierte. Klaus Scharting verwandelte danach sicher den ersten Elfmeter für die Classique. Die Wattenscheider kamen mit dem zweiten Elfer zum Ausgleich. Günter Fromm verwandelte sicher zur 3:2 Führung. Wattenscheid glich danach wieder aus 3:3, und Jürgen Peters schoß unhaltbar zum 4:3 ein. Der vierte Elfmeter wurde dann wieder eine Beute des Classique Keepers und Rainer Dörr sorgte in gewohnt abgeklärter Manier für die Entscheidung, als er eiskalt zum 5:3 einschoß.

Der Jubel bei den Classiquern war danach riesengroß, denn mit Wattenscheid hatte man gegen eine hervorragend spielende Mannschaft am Ende verdient gewonnen. Nun dürfen sich die Hoechster bis zum nächsten Jahr im Mai bestes AH Ü-50 Team Deutschlands nennen.