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SG Hoechst Classique ist erster Malta Soccer Trophy 40+ Sieger
Malta Soccer Trophy 40+ 2017

Die erste „Champions League“ für Ü-40 Fussballer auf der Mittelmeerinsel Malta – die Malta Soccer Trophy 40+ - vom 09.- bis zum 11. Februar, wurde laut Aussage der zehn teilnehmenden Teams, der Schiedsrichter, des Maltesischen Fremdenverkehrsamtes und des Maltesischen Fussball Verbandes zu einem vollen Erfolg.
An den drei Spieltagen wurden auf den Sportanlagen in Luxol und Melita spannende und auf gutem Niveau stattfindende Spiele abgewickelt. Es wurde um jeden Ball und Punkt hart gekämpft, ohne dabei die Grenzen der Fairness zu verlassen. Am Ende hatte der deutsche Vertreter SG Hoechst Classique die Nase vorne. In einem von der Taktik bestimmten Spiel gewannen die Frankfurter Vorstädter nach einem 0:0 in der regulären Spielzeit mit 3:1 im Elfmeterschießen gegen die Maltesische Ü-40 Nationalmannschaft . Damit konnten die Old Boys vom Main den Pokal mit nach Deutschland nehmen. Die drei Schützen der Classique, Sven Müller, Jean Kabuya und Christian Balzer, trafen, und als der Hoechster Zerberus Christian Giggel den zweiten Elfmeter der Malteser bravourös parierte, stand der Sieg fest.
In der Vorrunde trafen die Classiquer in der Gruppe C auf den Hamburger Ü-40 Meister TSV Reinbek und die DJK Schwabsberg/Buch aus Baden Württemberg. Zum Auftakt mußten die Hoechster um Kapitän Andreas Grabitsch gegen die Oldies aus Schwabsberg/Buch ran. Schnell übernahmen die Classiquer das Kommando auf dem Platz in Luxol. Als sich die Kicker von der Ostalp auch noch ein Eigentor zum 0:1 einschenkten, waren sie vollends chancenlos. Christian Balzer, der wegen der Abwesenheit von Peter Seitel das Team hervorragend einstellte und coachte, schoß das 2:0 und der Kapitän selbst besorgte das 3:0. Da die Reinbeker gegen Schwabsberg/Buch mit 2:0 gewannen wurde das dritte Gruppenspiel zwischen den Classiquern und Reinbek zum Gruppenendspiel.  Von Anfang an lief der Ball gut bei den Jungs aus dem Stadtpark aber nach fünf Minuten unterlief dem bis dato fehlerlos agierenden Abwehrchef Silvio Petracca ein folgenschwerer Fehler, der einen Elfmeter nach sich zog. Der Reinbeker Schütze ließ Carlos Rudolph keine Chance und schoß seine Farben mit 1:0 in Führung. Als Mitte der zweiten Halbzeit die Männer aus dem hohen Norden auf 2:0 davonzogen war das Spiel gelaufen. Zwar konnte Cem Crolly noch auf 1:2 verkürzen, zum Unentschieden reichte es aber nicht mehr. Durch diese Niederlage kamen die Hoechster in die Endrundengruppe 2 in der der VfR Aalen und der SV 47 Lichtenberg aus dem Osten Berlins die Gegner waren. In der Gruppe 1 spielten der TSV Reinbek, VfB Giessen und die Ü-40 Nationalmannschaft von Malta gegeneinander. Die Old Boys aus Hoechst konnten sich erst das Spiel zwischen Lichtenberg und Aalen – das die Lichtenberger 2:0 gewannen – anschauen. Dann mußten sie selbst gegen die kantigen und robusten Berliner ran. Mit einer Supereinstellung und viel Engagement wurden die Lichtenberger mit 2:1 geschlagen. Der überragende Jean Kabuya erzielte das 1:0 und Andreas Grabitsch schoß auf Zuspiel von Tekin Baylan das 2:0. Kurz vor Spielende kamen die Ostberliner dann noch zum Ehrentreffer. Jetzt reichte gegen Aalen ein 0:0 um ins Finale einzuziehen. Und die Mannschaft setzte die Marschroute von Coach Balzer auch wieder ausgezeichnet um. 0:0 hieß es am Ende und das Finale war erreicht. Allerdings hatte sich das Lazarett der Classiquer beängstigend gefüllt. Tekin Baylan, der in der Abwehr überzeugte, wurde bei einem Kopfball am Auge schwer verletzt, sodaß er eher wie ein Preisboxer als ein Fussballer aussah. Sein Einsatz war stark gefährdet, ebenso der von Nico Tedde, Slavko Malesevic, Martin Stahr und Cem Crolly. Zum Glück hatten die Hoechster Physiotherapeut Frank Spitzenberger aus Usingen mit dabei, ihm gelang es mit Massagen und viel Tape und großem Einsatzwillen die Jungs wieder so herzustellen, dass sie beim Finale wenigstens einlaufen konnten. So waren alle Spieler im Endspiel gegen die Maltesische Ü-40 Nationalmannschaft dabei. Alle im Team wußten, dass es gegen die technisch versierten Kicker aus dem Mittelmeer, um den ehemaligen maltesischen Superstar Gilbert Agius, der über 100 Länderspiele für Malta bestritten hatte, sehr schwer werden würde.
Es war Disziplin und Kampfgeist gefragt und beide Tugenden legten die Hoechster in die Waagschale.  In der Abwehr räumten Silvio Petracca und Martin Stahr in der Mitte auf und Ivan Condic sowie Tekin Baylan, der trotz Sehschwierigkeiten spielte und dies gegen Gilbert Agius überragend tat, verteidigten die Außenpositionen. Die Kampfmaschinen Branko Malesevic, Jean Kabuya, Christian Balzer und Jürgen Laub sicherten das Mittelfeld und Andreas Grabitsch, Sven Müller und Cem Crolly beschäftigten die Abwehr der Malteser. So wurde die erste Halbzeit ausgeglichen gestaltet und ein 0:0 gehalten. In der zweiten Halbzeit verletzte sich Abwehrchef Petracca am Oberschenkel und mußte raus. Für ihn ging Branko Malesevic nach hinten und sein Bruder Slavko – der auch angeschlagen war - übernahm seine Position. Für Cem Crolly kam Nico Tedde, der für Entlastung nach vorne sorgte und einige starke Szenen hatte. Gegen Ende des Spiels wurde der Druck der Malteser immer stärker aber der bestens disponierte Christian Giggel im Classique Kasten hielt sein Gehäuse sauber. So schafften es die Classiquer ins Elfmeterschießen – weiß Gott keine Domäne des Teams - hatten sie doch in den letzten Jahren die meisten Shoot Outs verloren. Diesmal kam es aber anders. Drei Schützen pro Team mußten antreten. Sven Müller verwandelt als erster souverän. Dann trafen auch die Malteser. Jean Kabuya ließ dem maltesischen Keeper beim zweiten Elfer auch keine Chance, sodaß es 2:1 stand. Jetzt kam der große Auftritt von Classique-Torhüter Giggel. Den platziert geschossenen Elfmeter der Malteser parierte er im Stile eines Klassemannes, und als Christian Balzer seinen Elfmeter eiskalt zum 3:1 verwandelte, war der Sieg der Hoechster Realität und der Jubel kannte keine Grenzen. Ein toller Erfolg, einer eingeschworenen Mannschaft, die immer an sich geglaubt hatte und die auch Verletzungen nicht vom Erfolgsweg abbrachte. Die anschließende Playersnight wurde dann zur Classique-Party und die Jungs feierten noch bis in den Morgen im Hilton Hotel ihren famosen Sieg.